Vodafone gibt erste Standorte für Vectoring-DSL und Umstellungspläne bekannt

Seit dem 04. August 2014 bietet Vodafone seinen neuen Vectoring-DSL-Tarif an, der den Kunden des Unternehmens ermöglichen soll, mit einem Highspeed von 100 Megabit pro Sekunde im Internet zu surfen. Allerdings ist dieser Tarif bisher nur in ausgewählten Orten verfügbar. Vodafone versprach zwar mit der Einführung des neuen Tarifs einen schnellen und flächendeckenden Ausbau, doch bisher hielt sich der DSL-Anbieter sehr bedeckt darüber, ab wann und vor allem wo genau in Zukunft die schnellen Vectoring-DSL-Anschlüsse angeboten werden sollen. Doch jetzt veröffentlichte das Unternehmen eine Liste, in der die nächsten Ausbaugebiete bekannt gegeben werden. Die Haushalte in den betreffenden Gebieten erhalten neue Router.

Bis zum 20. August sollen schon 14 Orte auf Vectoring-VDSL umgestellt werden. In neun Orten erfolgte die Umstellung bereits. Kunden, die in den Vectoring-Gebieten leben, haben in Zukunft die Möglichkeit, mit einer Download-Geschwindigkeit von bis zu 100 Megabit pro Sekunde und einer Upload-Geschwindigkeit von bis zu 40 Megabit pro Sekunde zu surfen. Dies ist eine deutliche Verbesserung, denn zuvor lagen die maximalen Geschwindigkeiten bei 50 Megabit pro Sekunde. Schneller sind im Moment nur Glasfaser Anbieter.Der Aufpreis, der für die Highspeed-Anschlüsse berechnet wird, beläuft sich auf einen monatlichen Betrag von 20 Euro. Dies gilt für Privatkunden. Im Gegensatz dazu haben Firmenkunden die Möglichkeit, schon für einen Aufpreis von 10 Euro das Highspeed-Netz zu nutzen.

Offenbar werden jedoch in sämtlichen Ausbaugebieten, in denen Vectoring zur Verfügung gestellt werden soll, neue Router benötigt. Die Anschlüsse werden dann generell nur noch über Vectoring-VDSL betrieben. Obwohl sich die gebuchten Geschwindigkeiten nicht verändern, sollen alle Bestandskunden, die in den betreffenden Gebieten leben, noch vor der Umstellung einen Vectoring-Router erhalten. Dabei handelt es sich um den Router „Easybox 904 xDSL“.

Dieser Router ist dann in der Lage, die Vectoring-Technik umzusetzen. Vodafone installiert in den Ausbaugebieten im Kabelverzweiger einen sogenannten Vectoring-DSLAM, der dazu da ist, die Datenströme von nebeneinander liegenden Kupferadern aufeinander abzustimmen. So können Übersprechstörungen deutlich reduziert werden, wodurch sich nicht nur die Signalqualität verbessert, sondern auch die maximal erreichbare Internetbandbreite erhöht. Dabei kontrolliert stets ein Netzbetreiber einen Kabelverzweiger, sodass Vodafone mit den anderen DSL-Anbietern einen Wettbewerb um die lukrativsten Kabelverzweiger Deutschlands führt.

Die Umrüstung auf Vectoring ist bis zum 20. August in Velten, Gifhorn, Kiel, Hilden, Zweibrücken, Beilstein, Neuhof, Neuhof-Hauswurz, Altstadt-Ebingen, Starnberg, Kalbach, Offenburg, Tübingen und Löhne geplant. Abgeschlossen ist die Umstellung bereits in Gronau-Westfalen, Hennigsdorf, Rendsburg, Waldenbuch, Hosenfeld, Kleinmachnow, Gronau-Epe, Wegberg und Wegberg-Rödgen. In einem öffentlichen Blogartikel gab Vodafone zunächst nur Kiel, Offenburg, Tübingen und Hilden als Vectoring-Gebiete an.